Stellen in der Verteidigungsindustrie in der Schweiz11 Stellen

Die Schweiz plant Verteidigungsausgaben von bis zu 29,8 Milliarden Franken für den Zeitraum 2025-2028, gegenüber 21,7 Milliarden in der vorherigen Vierjahresperiode. Trotz der Neutralität des Landes hat die Sicherheitslage in Europa seit 2022 eine Neuausrichtung ausgelöst: eine Beschaffungsstrategie des Bundes von 2025 verlangt, dass 60% des Beschaffungswerts im Inland bezogen werden, und armasuisse treibt über den Cyber Startup Challenge und den CYD Campus gezielt die Zusammenarbeit mit Technologie-Startups voran. DefenceJobs listet derzeit rund 16 Schweizer Unternehmen aus den Bereichen Drohnen, Cybersicherheit, Quantentechnologie, Sensorik und Soldatensysteme.

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Alle Schweizer Stellen im Verteidigungssektor

Häufig gestellte Fragen

Welche Schweizer Verteidigungsunternehmen stellen derzeit ein?+

Die Stellenangebote im DefenceJobs-Portal variieren je nach Projektzyklen. Zu den grösseren Arbeitgebern gehören Swissbit (201-500 Mitarbeitende, sichere Speichermedien und Cybersicherheits-Hardware), Auterion (51-200, Drohnen-Software), B&T AG (51-200, Schusswaffen und taktisches Zubehör), ID Quantique (51-200, Quantentechnologie) und ClearSpace (50-100, Weltraumschrott-Beseitigung). Kleinere Unternehmen wie ENS Dynamics, CYSEC SA, Centaurium UAS und Dtangle veröffentlichen ebenfalls regelmässig Stellen.

Wie ist das Gehaltsniveau im Schweizer Verteidigungssektor?+

Ingenieure in der Schweizer Verteidigungstechnik können mit deutlich höheren Gehältern rechnen als in den meisten europäischen Ländern. Ein Softwareentwickler auf mittlerem Niveau liegt typisch bei 90 000-120 000 Franken brutto jährlich in Zürich. Senior-Ingenieure in Sensorik, Quantentechnologie oder Cybersicherheit erreichen 130 000-170 000 Franken. Die Lebenshaltungskosten, insbesondere in Zürich und Genf, sind allerdings erheblich höher als im europäischen Durchschnitt.

Brauche ich eine Sicherheitsüberprüfung vor der Bewerbung?+

Nein. Sicherheitsüberprüfungen für klassifizierte Verteidigungsarbeit werden vom VBS verwaltet und vom Arbeitgeber nach Stellenzusage eingeleitet. Viele Positionen bei Startups und Technologieunternehmen befinden sich auf unklassifiziertem Niveau und können sofort angetreten werden. Stellen mit direktem Zugang zu klassifizierten Systemen erfordern die Überprüfung vor Arbeitsbeginn, aber der Prozess wird vom Arbeitgeber gesteuert.

In welcher Sprache wird gearbeitet?+

Die Arbeitssprache variiert stark je nach Standort und Unternehmen. Firmen in Zürich, Thun, Zug und der Deutschschweiz arbeiten in der Regel auf Deutsch. In Lausanne, Genf und der Romandie ist Französisch die Hauptsprache. International aufgestellte Technologieunternehmen wie Auterion, ClearSpace, ID Quantique und CYSEC SA nutzen Englisch als Arbeitssprache in den Ingenieur- und Entwicklungsteams.

Wo befinden sich die meisten Stellen geografisch?+

Zürich und Lausanne konzentrieren die meisten offenen Stellen. Zürich hat Auterion, Arktis Radiation Detectors, Swiss Defense Solutions und Wavecom Elektronik. Lausanne und die Westschweiz bringen CYSEC SA, Tune Insight und ClearSpace in Renens. Genf hat ID Quantique und Dtangle. Thun beherbergt B&T AG, Baar hat ENS Dynamics und Polus Tech, Grenchen hat Centaurium UAS, Buchs SwissDrones und Freienbach Global Clearance Solutions. Bronschhofen hat Swissbit.

Können Kandidaten von ausserhalb der Schweiz sich bewerben?+

Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, daher benötigen alle Nicht-Schweizer eine Arbeitsbewilligung. EU- und EFTA-Bürger profitieren von bilateralen Abkommen, die den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern. Drittstaatsangehörige benötigen eine arbeitgeberunterstützte Bewilligung. Bei verteidigungsrelevanten Stellen mit Zugang zu klassifiziertem Material können zusätzliche Anforderungen an die Staatsangehörigkeit bestehen.

Wie unterscheidet sich die Arbeit in der Verteidigung vom normalen IT-Sektor?+

Die Projektlaufzeiten sind länger, typisch 3-7 Jahre, und die Anforderungen an Dokumentation, Tests und Rückverfolgbarkeit sind deutlich strenger als in der kommerziellen Software. Die Finanzierung ist stabiler, da sie an das Bundesbudget und die Vierjahresperioden der Armee gebunden ist. Die Schweizer Neutralität beeinflusst den Sektor: Unternehmen konzentrieren sich stärker auf Dual-Use-Technologie, Cybersicherheit und Schutzsysteme als auf offensive Waffensysteme.