Rüstungsindustrie und Defence Tech: Jobs in Deutschland

Auf dieser Seite finden Sie offene Jobs in der Rüstungsindustrie und im Defence-Tech-Bereich in Deutschland, von Drohnen und KI-Software bis zu Raumfahrt und Marinetechnik. Mit einem Verteidigungshaushalt von rund 108 Milliarden Euro für 2026, bestehend aus Kernhaushalt und Sondervermögen, fließt mehr als ein Viertel der Mittel in Beschaffung und damit direkt in die Auftragsbücher von Industrie und Zulieferern. Die Grundgesetzänderung vom März 2025, die die Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben oberhalb von 1% des BIP faktisch aussetzte, hat eine weitere Einstellungswelle ausgelöst, die inzwischen auch jenseits der klassischen Rüstungskonzerne angekommen ist. DefenceJobs konzentriert sich zunächst primär auf innovative Verteidigungs-Startups und Technologie-Mittelständler, typischerweise mit weniger als 300 Mitarbeitenden. Die großen Systemhäuser wie Rheinmetall, Airbus Defence and Space, HENSOLDT, Diehl Defence, KNDS und MTU sind in dieser Phase noch nicht in unserem Portal vertreten. Wir erweitern den Umfang schrittweise.

Aktivste Städte: München 122 · Berlin 67 · Hamburg 12 · Ottobrunn 11 · Bremen 10 · Kiel 9 · Gilching 7 · Gleichen 5 · Strickscheid 5 · Dresden 5 · Konstanz 5 · Weiterstadt 5 · Salzgitter 5 · Karlsruhe 5 · Derching 5 · Valluhn 5 · Hannover 5 · Braunschweig 4 · Neufahrn 4 · Braunschweig 4 · Burbach 4 · Ismaning 4 · Kassel 4 · Augsburg 4 · Garching 4 · Bonn 4 · Aalen 3 · Erkrath 3 · Neubiberg 3 · Erding 3

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Häufig gestellte Fragen

Welche deutschen Verteidigungsunternehmen stellen aktuell ein?+

Zu den aktivsten Arbeitgebern in unserem Portal zählen Helsing in München im Bereich KI für Verteidigung, Isar Aerospace in Ottobrunn im Raumfahrtsegment, STARK Defence bei Drohnensystemen sowie Avilus in Ismaning für schwere UAV. Hinzu kommen OKAPI:Orbits in der Weltraumanalytik, SE3Labs, Reflex Aerospace und QuantumDiamonds. Eingestellt werden vor allem Software-Engineers, Systemingenieurinnen, Avionik- und Embedded-Spezialisten sowie Hardware-Teams für Prototypenfertigung.

Wie hoch sind die Gehälter im deutschen Verteidigungssektor?+

Für Senior-Software-Engineers liegen die Bandbreiten in München bei rund 85.000 bis 130.000 Euro, für Embedded- und Avionik-Entwicklerinnen bei 80.000 bis 120.000 Euro. Berlin und Braunschweig liegen etwa 10 bis 15 % darunter, München-Metro ist Spitzenreiter. Hardware- und Produktionsrollen bewegen sich zwischen 55.000 und 90.000 Euro. Gut finanzierte Startups wie Helsing oder Isar Aerospace zahlen inzwischen wettbewerbsfähig zu großen Tech-Arbeitgebern, teilweise mit Equity-Komponenten.

Brauche ich eine Sicherheitsüberprüfung vor der Bewerbung?+

Nein. Die Sicherheitsüberprüfung wird grundsätzlich vom Arbeitgeber nach dem SÜG eingeleitet, nicht vorab von Bewerbenden. Relevant sind drei Stufen. Ü1 deckt VS-Vertraulich und NATO CONFIDENTIAL, Ü2 den Geheimbereich und NATO SECRET, Ü3 mit erweiterten Sicherheitsermittlungen STRENG GEHEIM. Das Verfahren dauert meist drei bis neun Monate. Viele Startups starten Projekte auch ohne Freigabe und führen die Überprüfung parallel durch.

Muss ich Deutsch sprechen oder reicht Englisch?+

In Münchner und Berliner Startups wie Helsing, ARX Robotics oder 3YOURMIND ist Englisch häufig Arbeitssprache, gerade in Software- und Produktteams. Sobald es um klassifizierte Arbeit, Ausschreibungen beim BAAINBw oder direkte Schnittstellen zur Bundeswehr geht, wird solides Deutsch nahezu zwingend. Für Hardware- und Zertifizierungsrollen in regional verankerten Mittelständlern empfiehlt sich mindestens B2.

Wo konzentrieren sich die meisten Stellen?+

Der mit Abstand größte Cluster ist der Großraum München mit Ottobrunn, Ismaning, Gilching und Erding. Hier sitzen Helsing, Alpine Eagle, ARX Robotics, Isar Aerospace, Avilus und Quantum Systems. Berlin ist die Nummer zwei mit Software, Robotik und Materialien. Braunschweig dominiert Avionik und Flugvermessung, Dresden Quanten- und Raumfahrttechnik, Kiel, Lübeck, Hamburg und Rostock die maritime Domäne.

Können sich Nicht-EU-Bürger bewerben?+

Ja, für nicht klassifizierte Rollen in Software, Forschung und Produktentwicklung. Die EU Blue Card ist der übliche Weg für qualifizierte Fachkräfte. Bei sicherheitsüberprüfungspflichtigen Tätigkeiten wird es schwieriger. Ü2 und Ü3 sind für Nicht-EU-Staatsangehörige in der Praxis kaum zu erhalten. Viele Startups bieten deshalb zunächst Rollen an Unclassified-Produkten an und führen eine Sicherheitsfreigabe später mit Weg zur EU-Staatsangehörigkeit ein.

Wie unterscheidet sich die Arbeit in der Verteidigung vom normalen deutschen Tech-Sektor?+

Projekthorizonte sind länger, oft fünf bis zehn Jahre, und die Kunden sind Streitkräfte oder staatliche Beschaffungsstellen statt Enterprise oder Retail. Zertifizierung, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit haben deutlich mehr Gewicht, Release-Zyklen sind langsamer. Dafür ist die Finanzierung stabiler, Kündigungsrisiko geringer und die technische Tiefe größer. Wer schnellen Produkt-Release und öffentliche Referenzkunden sucht, wird in SaaS glücklicher. Wer an sicherheitsrelevanter Hardware und Systemtechnik arbeiten will, findet hier mehr Substanz.